undconsorten LLP

kunstundconsorten #8
Season of the Witch
  • March One: Das Titelbild der Vernissage zeigt das Thema 'Frauen als Sprachrohr für gesellschaftliche Ereignisse'
  • Season of the Witch, 30 works: „Das ist ja gar nicht typisch feministisch!“
  • „Ach, das gehört auch zu der Ausstellung?” — ein Gast der Vernissage
  • Die Künstlerin Jen Ray (rechts im Bild) im Gespräch mit Nadja Kreya, verantwortliche Consortin für die kunstundconsorten-Reihe.
   

Kreativität spielt in unserem Arbeitsalltag eine entscheidende Rolle, denn komplexe Probleme erfordern häufig unkonventionelle Lösungen. „Die Kunstwerke in unseren Büroräumen helfen uns nicht direkt bei unserer Arbeit, aber unterstützen uns bestimmt indirekt im Unterbewusstsein. Wir diskutieren die Kunst immer mal wieder und sie fördert visuell und intellektuell unsere Kreativität.“ — Nadja Kreya, verantwortliche Consortin für die Reihe kunstundconsorten

Um unserer Verbundenheit zur Kunst Ausdruck zu verleihen und ausgewählten Künstlern, zu denen wir eine persönliche Verbindung haben, eine Plattform zu bieten, veranstalten wir einmal im Jahr eine Vernissage und Ausstellung in unseren Räumlichkeiten.

Das Herzstück der Vernissage: Eine Performance mit drei Darstellerinnen, bei der „Jen Ray es geschafft [hat,] ihre Kunst von der Fläche in den Raum zu überführen“ — ein Gast der Ausstellung

In diesem Jahr stand die Vernissage ganz unter dem Motto „Feminismus“. Zu Gast war die New Yorker Künstlerin Jen Ray, die sich mit ihrer Reihe Season of the Witch dem Thema aus ungewöhnlicher Perspektive nähert. Nicht nur anhand von filigranen Aquarell-Zeichnungen, sondern auch in Form einer Live-Performance bereitete sie den Gästen einen spektakulären Abend im Zeichen ihrer Kunst. Am Eingang setzte ein Schild mit der Aufschrift: „Warning: Strobe lights will be used during tonight’s performance. Seizure warning!“ den Ton des Abends.

Insbesondere die scharfen Gegensätze von klassischen Büroräumlichkeiten und kontroverser Kunst regten zu Diskussionen an. So wurde zum Beispiel nach der Performance dreier Darstellerinnen gerätselt, ob sich Jesus in weiblicher Reinkarnation auf dem Küchentresen des Büros eingefunden habe oder die Inszenierung doch eher eine Hommage an die Rapper-Szene in Brooklyn widerspiegelt.

Über die Künstlerin

Nachdem Jen Ray mehrere Jahre in Berlin gelebt und gearbeitet hat, hat sie ihren Lebensmittelpunkt mittlerweile wieder in New York City. Seit jeher findet sich das Motiv der Frau in ihrer Kunst. Selbst sagt sie, dass die Kunst für sie ein Katalysator zur Expression aktueller gesellschaftlicher Einflüsse ist. In Season of the Witch greift sie die „dunklen Zeiten, denen die USA gerade entgegengehen“ auf. Aber nicht nur die Gesellschaft, sondern auch andere Künstler prägen ihren Stil maßgeblich mit.

  Jen Ray's Webseite